Russiker Zirkusfest: Jetzt fehlt nur noch das Zelt

Montag, 08. April 2019, 19:00 Uhr

In knapp 50 Tagen steigt in Russikon das Zirkusfest. Doch für einmal befinden sich die Erwachsenen im Publikum und ihre Kinder im Sägemehl. Die Mitorganisatorin Karin Frischkopf gibt Einblicke in die Feinplanung.

Nur noch sechs Wochen. Dann verwandelt sich Russikon in einen grossen Zirkus. 450 Kinder vom Kindergarten bis zur 6. Klasse werden am 24. und 25. Mai vier Zirkusvorstellungen geben.

Die breite Bevölkerung wird aber bereits im April auf das grosse Dorffest eingestimmt. Zum Beispiel an diesem Freitag zwischen 8.30 und 11.30 Uhr am Wuchemärt. Dann verkaufen Kindergärtler und Schüler der zweiten und dritten Klasse selbstgebastelte Produkte: gefärbte Eier, Topflappen und Blumensträusschen. Der Erlös geht an das Zirkusprojekt.

Karin Frischkopf (FDP), von der Russiker Schulbehörde, erzählt im Gespräch lebhaft von der bisherigen Planung. Zwar gibt es alle drei Jahre eine Projektwoche für die Russiker Schulkinder. Doch das Zirkusprojekt spielt in einer anderen Liga. Wer ein kleines Zirkuszelt vor Augen hält, irrt sich – das Zelt bietet Platz für 500 Besucher. Zum Vergleich: Die Vorstellungen des Circus Royals wird durchschnittlich von 450 Personen besucht.

Jongleur oder Popcorn-Verkäufer

Die Kinder konnten vier Wunsch-Ateliers angeben, in welchen sie während der Projektwoche am liebsten mitmachen und Zirkusluft schnuppern wollen. Zur Auswahl standen Nummern wie Akrobatik, Jonglage und Trapez. Wie in einem richtigen Zirkus gibt es aber auch viele Aufgaben im Hintergrund: Popcorn-Verkauf, Gestaltung des Programmhefts oder der Webseite.

Dank umsichtiger Planung konnten alle Kinder in eines ihrer Wunsch-Ateliers zugeteilt werden. Wenn ein paar Tränchen flossen, dann nur weil Kinder nicht in der gleichen Gruppe wie ihr liebstes «Klassengschpänli» eingeteilt werden konnten.

Unmut wegen Sponsorenlauf 

Um das Projekt zu finanzieren, haben sich die teilnehmenden Schulklassen Aktivitäten überlegt. Zum Beispiel mit einem Sponsorenlauf. Bei manchen Eltern wurde mehrmals an der Türe  geklingelt. Dieser «Ärger» ist aber längst verraucht. Frischkopf sagt: «Das zeigt, wie sehr sich die Kinder einsetzen und sich auf den Zirkus freuen.»

Viele Eltern unterstützen die Lehrpersonen auch während der Zirkuswoche: bei der Leitung der Ateliers oder beim Auf- und Abbau des Zeltes. Auch der Gastrobereich «Zur guten Luna» bietet weit mehr als die üblichen Kuchenstände an. Dieser Bereich wird komplett von freiwilligen Eltern organisiert und durchgeführt. 

Feuerwehr und Samariter werden aufgefordert

Sowohl für Karin Frischkopf wie auch für Projektleiterin Marianne Weiss ist die Organisation grösserer Anlässe nicht neu. Im Wissen, dass bis zu 1300 Besucher ans Zirkusfest kommen, haben sie die Russiker Feuerwehr angefragt, während der Vorstellung den Verkehr zu leiten. Und auch ein Samariterverein wird während des Anlasses sicherheitshalber anwesend sein. Das Budget sei aber noch immer im Plan, versichert Frischkopf.

Text von Beni Frenkel, mit Erlaubnis des Verfassers veröffentlicht, https://zueriost.ch/news/2019-04-08/jetzt-fehlt-nur-noch-das-zelt

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Zeitungsbericht im Regio vom 11. April 2019
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